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Marga S.

Mein Kind kam mit Down Syndrom zur Welt und ich weiß überhaupt nicht mehr, warum ich so große Angst davor hatte. Danke, dass Sie mich vor dem übelsten aller Schritte bewahrt haben!

Isabel K.

Ohne Tiqua hätten Vanessa und Joel keinen kleinen Bruder, wäre meine Ehe kaputt gegangen ...

Ich habe Ihnen so viel zu verdanken!

Frauenarzt Dr. F.

Vor ein paar Jahren bekam ich einen Brief von Tiqua e.V. Ich griff mit wenig Hoffnung nach dem Gesprächsangebot - und seither habe ich keine einzige Abtreibung mehr gemacht.

Arztpraxis Klaus K.

Dank Ihnen passiert jetzt bei uns das, was wir uns schon immer erträumten: konkrete Ungeborene in konkreten Gesprächen zu retten.

"Du gibst wohl nie auf?"


Franzi (21) schaffte ihr Abitur erst im zweiten Anlauf („da habe ich dann aber die Kurve gekriegt“). Sie ist beim alleinerziehenden Vater aufgewachsen, die Ehe war schon viele Jahre geschieden. Anfangs gab es noch regelmäßig Kontakt zur Mutter, aber die wechselnden Partnerinnen des Vaters verlangten ihre volle Aufmerksamkeit („die mobbte ich immer weg“). Mit ihrer Freundinnen-Clique genoss sie die nachmittägliche Ungestörtheit – und sie lernte schon früh, für sich selbst zu kochen, zu putzen, zu waschen, Geldeinteilen für Einkauf usw. Und sie lernte auch, die Unterschrift des Vaters auf schlechte Noten zu setzen, aber eigentlich ging sie gerne zur Schule.


Der Zusammenbruch ihrer Welt erfolgte erst kürzlich: Franzi begann eine Ausbildung als Konditorin und lernte dort Luigi kennen. Der Vater, sonst viel beruflich unterwegs, kam ausgerechnet dazu, als sie den positiven Schwangerschaftstest vor sich liegen und selbst mit dieser für sie umwälzenden Neuigkeit noch zu kämpfen hatte.


„Das kann auf keinen Fall zur Welt kommen!“


Er telefonierte sofort herum und organisierte ihr einen Beratungstermin, denn „das kann auf keinen Fall zur Welt kommen!“ Aber Franzi wollte erst mit Luigi darüber sprechen – und der fand die Neuigkeit zunächst erfreulich: „Krass, dass ich Vater werde!“ Da Luigi schon in 6 Monaten seine Lehre abschließen würde, schmiedeten die beiden Zukunftspläne für ein Leben als Familie. Franzi ließ den durch ihren Vater vereinbarten Beratungstermin einfach verstreichen.


Zwei Tage danach wurde sie überraschend zu ihrem Chef gerufen: Der kündigte sie. Entsetzt erklärte sie ihm, dass sie schwanger und daher unkündbar sei, aber, so konterte er, sie sei noch in der Probezeit. Ein weiteres Entsetzen musste sie verarbeiten, als ihr Chef ihr erklärte, dass es ihre Mutter (!) gewesen war, die ihn angerufen und von dem verstrichenen Beratungstermin erzählt hatte.


Derart überrumpelt, unterzeichnete sie den Aufhebungsvertrag und fuhr zu ihrer Mutter. Sie hoffte, dass es ihr „von Auge zu Auge“ gelingen würde, Luigi als künftigen Schwiegersohn einführen zu können.


„zu jung für Vater-spielen“


Aber da hatte sie sich verrechnet. Ihre Mutter verweigerte jedes „Einzelgespräch“ und rief sofort Franzis Vater dazu. Luigi wurde weggeschickt und die Eltern erklärten Franzi, dass sie einen autistischen Bruder (Doran) hat. Dessen Existenz sei schuld an der Ehescheidung. Durch vermutlich aufgebauschte Alltags-Vorkommnisse machten sie ihr deutlich, dass auch auf sie solch „Schicksal“ warte. Außerdem sei eine Berufsausbildung mit einem Kind ohnehin nicht zu vereinbaren und somit hätte Franzi keine Chance, jemals einen qualifizierten Beruf auszuüben. In drastischen Bildern malten die Eltern Franzi ein künftiges Leben in Armut aus. „Darum ist Abtreibung die einzig richtige Lösung!“ Basta. Mit Luigi redeten sie anschließend und auch er sah schließlich ein, dass er „zu jung für Vater-spielen“ sei.


Franzi ging zu einem neu vereinbarten Beratungstermin, aber eine ehemalige Kollegin aus der Konditorei rief uns 1 Tag vor der terminierten Abtreibung zu Hilfe. Solch einen ähnlichen Fall hatten wir schon einige Male, deshalb fuhren wir mit Franzi gleich zu Doran in die Psychiatrische Klinik. Luigi nahmen wir mit. Doran verhielt sich zunächst sehr abweisend, Pfleger mussten dazukommen und ein Arzt. Aber als Franzi weggehen wollte, fing er an zu weinen und ließ ihre Umarmung zu. Beide weinten darüber, dass sie sich endlich gefunden hatten. Luigi schaute betreten weg. Die gelungene Zusammenführung bescherte uns einen bewegenden Tag.


„Du gibst wohl nie auf?“


Auf dem langen Heimweg zeigte sich Franzis wahre Größe. Sie war es, die Luigi überzeugend darlegte, warum sie Doran nun regelmäßig sehen wolle, warum er bald bei ihnen beiden wohnen müsse – und warum Abtreibung ganz falsch wäre: „Eine Nichte (!) zu haben, wird Doran helfen!“ Auf Luigis Nachfrage, woher sie DAS wisse, sagte sie nach längerem Nachdenken schlicht: „Ich weiß es eben!“ Luigi war tief beeindruckt: „Du bist wie meine Mutter, Du gibst wohl nie auf?“ Das war als großes Kompliment gemeint.


Franzi durfte nicht mehr ihr Zimmer beim Vater betreten, aber ihre zukünftige Schwiegermutter hilft beiden, eine geeignete Wohnung in ihrer Nähe zu finden. Sie verdient ihr Geld beim abendlichen Büroreinigen, hat aber als Italienerin überhaupt kein Problem damit, Oma zu werden und hat auch kein Problem wegen Doran. Sie will das junge Paar bei der Betreuung des Babys tatkräftig unterstützen, „weil das Leben ohne Nonna für Kinder schlecht ausgeht!“ So hat Franzi die Möglichkeit, auch dank unserer finanziellen Unterstützung, eine überbetriebliche Teilzeitausbildung zu absolvieren.


Kosten: EUR 2.593,73


Spenden für Franzi, Luigi und ihr Baby

Lösung von

Schwangerschaftskonflikten